Hauptsache nix passiert

Hauptsache nix passiert

Ihr Lieben, wer meine Instastories verfolgt hat, hat er mitbekommen, dass und gestern ein großes Malheur passiert ist. Jetzt berichte ich Euch, was genau geschehen ist.

Die Kinder waren nachmittags viel draußen und so natürlich ziemlich eingedreckt. Dass mich das nicht mehr aus der Fassung bringt, hab ich Euch hier schon mal berichtet. So eingedreckt hab ich sie in die Badewanne geschickt, inzwischen dürfen sie allein plantschen. Das Bad steht danach zwar meist unter Wasser, aber, es ist doch ein Badezimmer mit Fliesen, also kann doch Wasser kein Problem sein. Aufregen macht nur graues Haar:-) und davon habe ich doch schon genug.

Meine Jungs sollten frisch gewaschen und im Pyjama wieder runter kommen, weil wir dann zusammen, es war der erste Ferientag, gemeinsam Logo gucken wollten. In der Zwischenzeit habe ich das Abendessen abgeräumt und abgewaschen.

Bevor sie aus der Wanne kamen, stellte ich sicher, dass kein Wasser mehr drin war, damit sie sich föhnen konnten. Süß, wie der große Bruder sich rührend um den kleinen kümmerte, ich störte. Also ging ich wieder runter und räumte auf.

Mit einem Riesen KRACH rumpelte es plötzlich im Bad. Ich bekam einen Megaschreck, es polterte fürchterlich und die Jungs schrieen wie am Spieß. In gefühlt 1 Millisekunde war ich im Bad und sah, dass ein schmaler keiner Ikea Badezimmerschrank umgefallen war. Die Kinder hatten einen 2. Fön gesucht und die Tür wohl so schwungvoll geöffnet, dass ALLES, aber wirklich alles aus den Regalen gefallen war. Ich war voller Sorge, dass sich jemand schlimm verletzt hätte,

Schutzengel

Zum Glück ist das Schränkchen ein sehr leichtes Model, dass niemanden hätte schlimm verletzten können. Aber vielleicht der Inhalt? Überall auf dem Boden lagen Parfumflaschen, zum großen Glück war niemandem etwas auf den Kopf gefallen. Aber auf einen kleinen Zeh. In eine der vielen Scherben war danke Schutzengel auch niemand getreten. Aber die Kinder hatten einen Riesenschreck und weinten. Ich hob beide aus dem Chaos heraus, versorgte den Zeh mit einem Kühlpad, das für solche Zwecke immer im Nullgradfach unseres Kühlschranks ist und zum erneuten Glück ist auch nix blau geworden! Ich setzte mich neben sie auf den Boden, wo es weder naß war, noch Scherben gab.

Hauptsache nix passiert

Ich musste die beiden erstmal beruhigen. Der eine weinte neben dem Schock wegen des Zehs, der andere weinte anders. Auch geschockt, aber er war auch voller Sorge! Er hatte die Türe geöffnet und machte sich Vorwürfe, nun alles kaputt gemacht zu haben. Mama, Papas neuer Duft ist kaputt. Er hatte Angst, geschimpft zu werden. Also beruhigte ich ihn, sagte ihm, niemand sei böse auf ihn, denn es gibt für uns Eltern nichts wichtigeres, als dass unsere Kinder gesund und munter sind. Eine Sache, die kaputt geht kann man neu kaufen. Hauptsache nix passiert !

Als sie sich nach einer Weile beruhigten und zum Anziehen gingen, begann ich, die Scherben wegzuräumen. Ich überlegte, was wohl schief gelaufen war, dass er Angst gehabt hatte. Hatten wir mal unreflektiert geschimpft, als etwas kaputt gegangen war. Vermutlich. Es tat mir so leid und ich fühlte mich gar nicht gut. Aber das tolle im Leben ist doch, dass es NIE für irgendetwas zu spät ist. Nie zu spät, dazu zu lernen, nie zu spät, seine Haltung zu ändern, nie zu spät, sich zu entschuldigen, nie zu spät, Dinge zu erklären, nie zu spät, etwas zu bereuen. Es ist nie zu spät, die positiven Dinge in den Vordergrund zu stellen.

Reflektion

Natürlich roch es im ganzen Haus nach dem zerbrochenem Parfum. Ein, wie ich finde sehr schöner Duft. Das nahm ich zum Anlass, den Kindern den positiven Aspekt der Geschichte vor Augen zu führen: jetzt riecht es im ganzen Haus nach Papi und wir freuen uns, dass er bald nach Hause kommt. Das wichtigste aber ist: Hauptsache nix passiert.

War der Moment, als ich das Unglück im Bad entdeckte, der Moment laut loszuschimpfen? Ganz bestimmt nicht!!! Es ist meine Verantwortung, dass der Schrank umgefallen ist. Er war nicht an der Wand montiert, aber 15 Jahre noch nie umgefallen. Es war meine Verantwortung, sie allein im Bad zu lassen. Ich hatte nicht mitbekommen, dass sie einen zweiten Fön haben wollten, um schneller zu sein. Die Challenge: wenn Ihr fertig seid, können wir Logo gucken hatte ich ausgelobt. Wen also hätte man schimpfen müssen? Mich, nicht meine Kinder! Ich bedanke mich bei allen anwesenden Schutzengeln, dass wir alle mit einem großen Schrecken davon gekommen sind.

Und das Haus ist jetzt bestimmt eine ganze Weile duftsäckchenfreie Zone! Herrlich, wo doch jetzt wieder Mottensaison ist;-)

In diesem Sinne Euch eine gute Zeit und viele positive Gedanken. Wir haben es immer selbst in der Hand.

Alles Liebe, Giulia

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