Sinnvolle Konsequenzen für Kinder

Sinnvolle Konsequenzen für Kinder erleichtern die Erziehung

Ihr Lieben, Kinder wachsen und erleben täglich Neues. Dabei müssen sie stets ausprobieren, was geht und was nicht. Was kann ich, darf ich, mag ich. Und was nicht. Um diesen Korridor erfahren zu können, können wir Eltern sinnvolle Konsequenzen für Kinder einsetzen.

In meinem Umfeld stelle ich allerdings häufig fest, dass Konsequenzen mit Strafen verwechselt werden.

Was ist der Unterschied?

Eine Strafe ist eine Maßregelung und sie drückt ein Machtverhältnis aus.

Beispiele sind: dem Kind ist etwas heruntergefallen, Reaktion der Eltern: „Geh in Dein Zimmer“ oder: „Dann gehen wir morgen nicht in den Zoo.“ Das Kind ist in diesem Falle dem Wohl und Wehe der Eltern ausgeliefert und sie entscheide wie ein Herrscher, welche Strafe verhängt wird. Ich möchte „meine Macht“ aber als Mutter nicht einsetzen, sondern die Kinder animieren, meinem Beispiel zu folgen, ohne zu drohen.

Eine Konsequenz ist die logische Schlussfolgerung auf ein Verhalten. Es ist also nicht willkürlich, die Strafe schon.

Ein Beispiel: möchte sich unser Junior z.B. abends nicht die Zähe putzen (weil er testen möchte, ob die Regel sich abends die Zähe zu putzen immer noch gilt), kann ich ihm die Wichtigkeit der täglichen Zahnhygiene erklären. Zähne putzen ist wichtig. Tut man es nicht, bekommt man Karies. Karies liebt Zucker, also ist Zucker und Zähe nicht putzen keine Option. Daher lautet die Konsequenz in diesem Falle: Du kannst gerne heute entscheiden, keine Zähe zu putzen (einmalig ist das hoffentlich nicht so dramatisch), aber dafür kann man am nächsten Tag keine Süßigkeiten essen. Das Kind erkennt die Logik, sieht den Zusammenhang und lernt aus der Konsequenz.

Erpressung

Häufig erlebe ich auch, dass das Kind sein Verhalten dadurch ändern soll, dass ihm mit einem Verhalten der Eltern gedroht wird. Motto: „Wenn Du jetzt nicht sofort Dein Zimmer aufräumst, dann schmeiße ich alles aus dem Fenster!“ Das nenne ich Erpressung. Vermutlich wird das verängstigte Kind dem zwar folgen und die Eltern denken, ha! – hat doch funktioniert. Ich frage mich aber, hat das Kind so gelernt, warum es eigentlich sein Zimmer aufräumen sollte? Besser finde ich in diesem Beispiel zu sagen, dass man nichts finden kann, wenn Unordnung herrscht und man selbst nicht beim Suchen helfen wird, wenn es nicht aufräumt. Die natürliche Konsequenz ist, dass ich mit ein Buch nicht vorlesen kann, wenn es unauffindbar ist. (Nicht zu vergessen- auch wie man aufräumt, damit man etwas wiederfindet müssen Kinder erst lernen).

Ich möchte also Euch ermuntern, in jedem Einzelfall kurz darüber nachzudenken, was die LOGISCHE Konsequenz auf ein unerwünschtes Verhalten wäre. Daraus ergeben sich in der Regel sinnvolle Konsequenzen für Kinder.

Aufs Zimmer gehen müssen ist meist keine sinnvolle Konsequenz und langfristig wird sich auch kein Erfolg in der Änderung des Verhaltens einstellen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch, gute Einfälle für logische Konsequenzen und Verständnis für Eure lernenden Kinder. Am besten gelingt das außerdem, wenn wir Eltern das gewünschte Verhalten selbst vorleben. Also fleißig Zähneputzen.

Alle Liebe,

Eure Giulia

 

 

 

 

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