Was wirklich hilft bei Schlafstörungen

Vollmond

Ihr Lieben, ich weiß ja nicht, wie es Euch damit geht, aber wenn die Tage wieder länger werden, was wir uns ja alle grundsätzlich wünschen, dann schlafe ich deutlich schlechter und frage mich, was wirklich hilft bei Schlafstörungen.

Bei uns zuhause ist das so: alle Männer, vor allem, der an meiner Seite berühren die Matratze und weg sind sie. Egal, ob noch Licht ist, egal, was sonst los ist, wer müde ist kann sofort schlafen!

Mein Genpool ist da wohl zu mediterran, denn sobald es draußen hell ist, kann ich nicht schlafen. Nicht gut einschlafen, nicht gut durchschlafen und werde zudem morgens sehr früh wach. Das werde ich als der Frühaufsteher der Familie zwar immer, aber im Sommer deutlich früher. Und das ist furchtbar nervig, wenn man anstrengende Tage hat, viel leisten muss und will und einfach zu wenig Schlaf bekommt.

Morgens stört mich nicht nur die Helligkeit, sondern auch das sehr frühe Singen der Vögel. So schön auch das eigentlich ist, aber nicht um 4:45 bitte.

Also grüble ich immer wieder darüber nach, was wirklich hilft bei Schlafstörungen.

Lange Zeit hatte ich ein schreckliches Phänomen, das ich „Schlafneid“ nenne. Schläft meine Umgebung, aber ich bin die einzige, die wach ist und schlafen will, bringt mich das auf die Palme. Und da wären wir auch schon fast bei der Lösung des Problems.

Was wirklich hilft bei Schlafstörungen

Zunächst einmal muss man wissen, dass das menschliche Gehirn „süchtig“ danach ist, Probleme zu wälzen. Das war für unsere Evolution und Arterhaltung auch immer wichtig. Aber nachts kann es uns im Wege stehen. Hat man z.B., wie in meinem Falle Schlafneid, beschäftigt sich der Geist mit dem Problem und will es nicht loslassen. Also ärgern wir uns, warum wir nicht einschlafen und dass wir doch morgen früh raus müssen und wenn wir nicht endlich einschlafen, dann sind wir morgen total groggy, und dann wird der Termin im Büro eine Katastrophe. Oje der Termin, da hab ich doch völlig vergessen noch das und jenes vorzubereiten, blablabla und so weiter und so fort. Wenn man das hier jetzt mal so liest, sieht man deutlich, dass dabei niemand einschlafen kann! Aber wenn wir im Bett liegen, will unser Kopf genau das tun. Problemewälzen, wenn es dazu Futter gibt.

Erschwerend kommt noch folgendes hinzu: in dieser Situation schüttet unser Gehirn Adrenalin aus. Wofür brauchen wir das eigentlich: für die Aktivierung des Körpers auf Flucht- oder Angriff. Aber doch nicht nachts! Das Adrenalin macht uns nur noch wacher und genau das ist ja die Krux am Nichteinschlafenkönnen, dass man müde ist, aber geistig hellwach. Und so folgt ein Gedanke dem nächsten und das Karussell kommt nicht zur Ruhe.

Was für Kinder gilt, funktioniert auch bei uns

Wir dürfen dem Gehirn also kein Futter geben. Schon als Kind habe ich gehört, dass ich Schäfchen zählen soll. Das habe ich schon immer für einen Witz gehalten – ist es aber nicht. Wenn ich dem Gehirn etwas so banales und langweiliges präsentiere, wie Schafe zählen (die sehen ja auch alle gleich aus), kann es kein Adrenalin ausschütten. Es hat nix zu futtern, kein Problem zu wälzen. Es schüttet Melatonin aus und das lässt uns entspannen und schließlich auch einschlafen.

Wer nicht an Schafe denken mag, der mag vielleicht folgende Yoga-Nidra Übung, die ich sehr gern mache. Von einer Zahl der Wahl über 27 rückwärts zählen. Das geht dann so: J ein- und ausatmen, 27, ein- ausatmen 26, ein- ausatmen 25. Und so weiter. Ich bin bisher immer eingeschlafen. Das ist meinem Gehirn zu blöde, um sich aufregen.

Und noch einen Tipp möchte ich Euch geben, der hilft mir sogar, wenn morgens die Vögel singen und es neben mir schnarcht: ich genieße es, zu wissen, dass ER neben mir liegt. Sobald ich mich wieder darüber ärgern würde, so wie früher häufig, kommt wieder das Adrenalin. Rückwärtszählen und meines Glücks gewahr werden, lässt mich wieder einschlafen.

Ihr Lieben, mich würde sehr interessieren, ob Ihr mit diesen Tipps etwas anfangen könnt und ob es Euch vielleicht hilft. Oder bin ich hier die Einzige, die bei Licht nicht schlafen kann?

Schreibt mit doch in den Kommentaren. Da ist noch soooo viel Platz!

Alles Liebe und eine gute Nacht, jetzt wisst Ihr ja, was wirklich hilft bei Schlafstörungen

Giulia

 

P.S. Wie immer gilt, ich bin kein Arzt. Wenn die Probleme länger anhalten, oder andere Gründe haben, bitte dringend zum Arzt gehen!

2 Replies to “Was wirklich hilft bei Schlafstörungen”

  • Liebe Giulia,
    ja, da kann ich nur zustimmen, erste Maßnahme: Nicht aufregen! Nimm es hin, mach das beste draus.
    Was bei mir in der Praxis um 4.45 Uhr bedeutet: Ich lese ein Buch (wobei ich dann ganz unfreiwillig gerne wieder einschlafe), stehe auf, trinken einen schönen gemütlichen Kaffee, freue mich wie Bolle über die Zeit für mich ganz alleine und schaue der Natur beim Aufwachen zu…wenn die anderen dann um 6.15 Uhr aus den Laken kreuchen, bin ich schon topfit und falle allen mit meiner guten Laune auf den Wecker (statt Schlafneid ;o))
    Bei noch früherer Stunde hilft mir einen Roman lesen, rückwärts zählen (von 300 und dabei ist es völlig egal, ob man das richtig hinbekommt, was verwechselt oder den Faden verliert, man fängt einfach wieder irgendwo an) oder „ich stelle mich schlafend“, so wie es Kinder machen, wenn sie heimlich noch wach waren und Mama schaut bei der Tür herein….

    • Liebe Dres,

      wie toll, mein erster Kommentar hier, freu mich riesig. Danke Dir!!!
      Du vollkommen Recht! Wenn ich nicht todmüde bin, mache ich das genauso. Also ehrlich gesagt bin ich meistens ein Early Bird. Allerdings kommt bei mir nur Tee in die Tasse und statt lesen, hier schreiben, Dinge in Ruhe erledigen, oder meditieren. Und weil man in der Zeit alles ungestört schafft, ist es keine Frage, dass die beste Laune den Rest der Family damit irritieren. Also machen wir beide weiter so;-) Alle Liebe, Giulia

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